Traumpfad Bergheidenweg

Radfahren war an diesem winterlichen Wochenende nicht richtig angebracht. Kalt war’s, und windig. Das sollte aber kein Grund sein, zu Hause zu bleiben, man kann sich ja prima warmlaufen. Und bei dieser Gelegenheit kann ich hier endlich die Traumpfade vorstellen. Das sind 26 Wanderwege im Kreis Mayen-Koblenz, die zwischen 6,x und 18,x Kilometer lang sind. Ich bin von dem Konzept und der Ausführung sehr begeistert, denn die Landschaft ist hier in der Eifel zwischen Rhein und Mosel sehr schön und abwechslungsreich.

Alle Traumpfade sind perfekt ausgeschildert und sehr gut geführt: Wälder, Täler, Burgen und Schlösser wechseln sich mit Gipfeln, Höhenzügen und weiten Aussichten ab. Toll! Anna und ich sind einige Traumpfade zusammen gelaufen oder gewandert, wobei Anna als Lokalmatadorin alle schon einmal gemacht hat. Vollständigkeit ist an der Stelle natürlich auch mein Ziel! 2018 könnte es vielleicht schon soweit sein.

Diesmal hatten wir uns den Bergheidenweg ausgesucht. Nähere Infos zu diesem Wanderweg gibt es hier:

www.traumpfade.info/traumpfade-rhein-mosel-eifel/eifel/bergheidenweg/

Wie man sieht, sind die Wege auch im Internet top gepflegt!

Hier der Blick auf das Skigebiet bei Arft und das Naturschutzgebiet Heidbüchel mit seiner Heidelandschaft.

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Auf dem Weg ins Tal der Nette lief eine vielköpfige Rotte Wildschweine an uns vorbei. Später trafen wir noch einen Fuchs, der es überaus eilig hatte, und drei Ziegen, die am Wegesrand friedlich knabberten.

Nun ging es über die Nette (Holzbrücke) und den Selbach (rutschige Steine) ins Selbachtal…

… und dann zurück auf die Höhe. Mit Blick auf die Hohe Acht, dem höchsten Berg der Eifel, ging es Richtung Startpunkt unterhalb des Raßberges, das letzte Stück wieder durch eine sehr schöne Wacholderheide. 10,3 KM ist die Tour lang bei 289 Höhenmetern. Ich kann sie auch bei arktischen Temperaturen wärmstens empfehlen!

Hier gibt es weitere Infos zu den Heidelandschaften:

www.osteifel-aktiv.de/40965/195301.html – Die Bergheiden der Hoch- und Osteifel

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KT im westlichen Westerwald

Der westliche Westerwald ist – wie fast der gesamte Westerwald – ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte. Unter anderem deshalb war ich ganz heiß auf die von Jens angebotene Tour des Deutschen Alpenvereins/Sektion Köln: „KT West-Westerwald“. KT steht dabei für Konditionstraining, und die geplanten 29 KM und 1.300 Höhenmeter waren ein weiterer, sehr guter Grund, an dieser Tour teilzunehmen. (Die nächste Eskalationsstufe beim Alpenverein heißt – nebenbei bemerkt – AV = Alpine Vorbereitung.)

Abwechslungs- und aussichtsreiche Wanderung auf Wegen und Querungen rund um Waldbreitbach an der Wied mit Rossbacher Häubchen, Bärenkopp und dem Weißen Kreuz.

So war’s beschrieben, und so war’s tatsächlich.

Der Startort Waldbreitbach vermarktet sich als „Weihnachtsdorf“. Ab dem 2.12. ist da weihnachtstechnisch der Teufel los, es gibt z.B. die größte Naturwurzelkrippe der Welt zu bestaunen oder „den schwimmenden Adventskranz mit 8 m Durchmesser“. Oder „den überdimensionalen Adventskalender an einem alten Fachwerkhaus“. Just make it biiiiig!! Dass wir dafür ein paar Tage zu früh dran waren, machte nichts, denn der Besuch dieser schönen Gegend lohnt auch ohne solche Mätzchen und trotz der eher rauen Jahreszeit.

Erfreulicherweise hat es – entgegen der Vorhersage – kaum geregnet, nur die Wege waren oft sehr matschig.

Erstaunlich, wie steil es doch mancherorts im Westerwald ist! Das wäre auch ein passabeles Gelände fürs MTB. So kamen wir nach knapp 30 Kilometern in 7,75 Stunden und gut 1.350 Höhenmetern wieder an den Startpunkt in Waldbreitbach. Klasse! Im Westerwald war ich nicht zum letzten Mal! Der Wiedradweg drängt sich mit ca. 90 KM von der Quelle bis zur Mündung ja geradezu auf!! Den habe ich fürsorglich schon bei Anna angemeldet.

Zum Schluss noch ein Blick vom Weißen Kreuz auf die Wied und den Waldbreitbacher Ortsteil mit dem seltsamen Namen Gasbitze:

 

www.weihnachtsdorf-waldbreitbach.de

Wanderung „Bergische Fjorde“ rund um die Große Dhünntalsperre

Nach ihrem mehrfachen Beinbruch ist Anna wieder soweit fit, dass sie sich eine durchaus deftige Wanderung zugetraut hat: Die vom DAV – Sektion Köln – Alpinistengruppe in Person von Jens Schumann angebotene Tour ging in 37 KM und 1.050 Höhenmetern einmal um Deutschlands drittgrößte Trinkwassertalsperre. Die gute Nachricht: Alle Teilnehmer inkl. Anna und mir sind aufrecht und gut gelaunt ins Ziel gekommen! Schlechte Nachrichten gibt es über die Wanderung erfreulicherweise nicht zu vermelden.

Der Titel „Bergische Fjorde“ trifft die Topographie sehr gut, denn lang und schmal ziehen sich die Arme des Stausees durch die steilen Täler des Bergischen Landes:

Karte Große Dhünntalsperre

Die Tour war wirklich klasse – auf- und abwärts durch Wald und Wiesen und immer mal wieder die Talsperre im Blick. Kurz vor Mittag kam sogar die Sonne raus. Mit zwei Pausen waren wir 8,5 Stunden unterwegs. Besonders schön fand ich es, mich um nichts kümmern zu müssen und einfach hinterherlaufen zu können. Selbst das Tempo und die Pausen waren vorgegeben. Nach den vielen selbst organisierten Radtouren war das echt entspannt! Hier ein paar Impressionen:

Hier gibt es Infos zur Dhünntalsperre und zum Deutschen Alpenverein Köln:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Dh%C3%BCnntalsperre

https://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/pa_de_grosse_dhuenn-talsperre.html

www.dav-koeln.de

Über die Wupper nach Solingen

Die Uhr wurde umgestellt – am späten Nachmittag ist es jetzt schon dunkel, das engt den Aktionsradius erheblich ein. Jaul und knurr!! Immerhin verbreiten die Bäume noch schöne Herbststimmung, was am unerwartet arbeitsfreien Reformationstag (Danke, Merkel! Und danke, Luther!) ausgekostet werden wollte. Also ging es in die Pedale: Ziel war Solingen, was bei einer Kollegin völliges Unverständnis hervorrief. Sie kennt sich da wohl aus. Aber von irritierten Blicken ließ ich mich nicht abschrecken, und so ging es – Frühaufsteher, der ich geworden bin – Punkt 7 Uhr los.

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Seltsam war die Fahrt durch die völlig ausgestorbenen Ford-Werke in Niehl. Auf der Leverkusener Brücke leuchtete mir dann im Morgengrauen der Chempark entgegen, bevor ich im Rechtsrheinischen die alte Wupper-Mündung erreichte. Hier liegen drei Kähne, die eine Schiffsbrücke bilden, auf der ein Cafe betrieben wird. Ich wusste nicht, dass die Konstruktion nur zu Öffnungszeiten des Cafes passierbar ist, so dass ich zurück und einen Bogen fahren musste, bevor ich nun wirklich an die Wupper kam. Die Namen zweier Schiffe konnte ich erkennen: Recht und Freiheit. Jede Wette, dass das dritte auf den Namen Einigkeit hört!

Die Tour war bis hinter Leverkusen sehr industriell geprägt, von aktueller (Ford, Bayer, die Sondermülldeponie hinter der Leverkusener Brücke), aber auch von historischer wie der Reuschenberger Mühle oder einem sehr stylischen alten Überlauf am Mühlengraben, der die Reuschenberger Mühle mit Wasser versorgte.

DSC03563.JPGSehr stylisch ist auch dieses Denkmal am Ortseingang der „Blütenstadt Leichlingen“ (so steht es auf dem Ortsschild): Hier wird mehrerer verunglückter Luftschiff-Pioniere um einen gewissen Oskar Erbslöh gedacht, der in Leichlingen die „erste feststehende Luftschiffhalle Deutschlands“ errichtet hatte. Ein mir bis dahin unbekanntes Kapitel Technikgeschichte. Mehr dazu hier:

 

www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/E/Seiten/OskarErbsl%C3%B6h.aspx

www.erbsloeh.org/to/luftschiff.htm

Nun gewann aber die Natur Oberhand. Ich war ganz begeistert vom Tal der Wupper! Es ist eine wirklich schöne Gegend mit steilen Hängen, Wald, Weiden, Streuobstwiesen, Kühen, Schafen und erstaunlich viel Gastronomie für die offensichtlich zahlreichen Besucher.

Bei Schloss Burg erreichte ich schließlich die „Klingenstadt Solingen“ (so steht es auf dem Ortsschild). Ganz abgefahren ist die Seilbahn, die den steilen Hang hinauf zum Schloss führt. Doch dafür habe ich mir heute keine Zeit genommen, zumal sie um diese frühe Tageszeit noch nicht fuhr.

Denn es rief noch die Müngstener Brücke, die im Jahr 1897 erbaut wurde und noch heute die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands ist. Sie wurde seinerzeit zur Kaiserzeit wohl zurecht als technisches Wunderwerk gefeiert. Eine unterhalb der Brücke befindliche handbetriebene „Schwebefähre“ über die Wupper öffnete erst um 11 Uhr (ich war 9.45 Uhr vor Ort), so dass ich einen Umweg inkl. ein paar Extra-Höhenmeter fahren musste, um auf die andere Seite des Flusses zu kommen. So langsam habe ich mich gefragt, ob das frühe Aufstehen wirklich eine so gute Idee ist…

Vom Müngstener Brückenpark ging es aus dem Tal der Wupper hinaus nach Westen Richtung Solingen-Zentrum. Der sehr schöne Anstieg führte mich an eine Stelle mit 270-Grad-Panorama-Blick auf Solingen, Wuppertal und Remscheid. Cool!

Über Solingen kann ich nichts Negatives sagen. Es gibt mit der „Korkenziehertrasse“ sogar einen gut frequentierte Fahrradweg quer durch die Stadt. Da ich fast ausschließlich im waldreichen Tal des Lochbachs zum Hauptbahnhof gefahren bin, stellte sich mir Solingen dar als eine der grünsten Städte auf diesem Planeten. Dieser nicht repräsentative Eindruck hat sicher getäuscht, denn zum Teil sah es aus, wie man sich eigentlich das Ruhrgebiet vorstellt.

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Außerdem hat Solingen dieses grandiose Highlight zu bieten: Ein privates Laurel- und Hardy-Museum, das aber leider geschlossen hatte. Das tat meiner guten Laune jedoch keinen Abbruch! Nach exakt 4 Stunden und 67 Kilometern hatte ich Solingen Hbf erreicht. Eine klasse Tour! An der Wupper werde ich sicher noch mal fahren!

Das ist die Strecke bis zur Müngstener Brücke:

www.naviki.org/de/naviki/route-planen/?tx_naviki_pi_way%5Buid%5D=12954742#p=51.07690177295704,6.891014443359369&z=11

Hier gibt es weitere Informationen:

Schloss Reuschenberg

www.brueckenpark-muengsten.de/brueckenpark/

www.laurel-hardy-museum.de/

www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/pa_de_wupperradweg.html

Eifeltour vom Vinxtbach zur Nette

Viele Wege führen zu Anna nach Mayen. Mit dem Zug geht es gut, aber besser ist die Kombination Zug – Fahrrad, denn so lassen sich bisher unentdeckte Gegenden erkunden. Der Plan lautete, die Bahn bis Bad Breisig zu nehmen und zunächst durch das Vinxtbachtal gen Osten zu radeln, um dann Richtung Süden nach Mayen abzuschwenken.

Gesagt, getan! Der Vinxtbach mündet südlich von Bad Breisig in den Rhein, sein Tal ist sehr ansehnlich und die Straße wenig befahren. Kaum biegt man vom Rhein ins Tal ab, sieht es schon richtig gebirgig aus. So muss das sein! Die ersten ca. 22 KM gingen beständig bergauf von ca. 100 Höhenmetern auf knapp 500 HM. Großartig!

Großartig auch der Händler am Ortsausgang von Bad Breisig, der alles aus Stein verkauft, was groß und schwer ist: Säulen, Tröge, Figuren, Mühlsteine usw. Wenn ich mal etwas derartiges brauche, fahre ich sicher dorthin!

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Dies ist der Blick über das Vinxtbachtal. Im Hintergrund sind die Höhenzüge der anderen Rheinseite zu sehen, am Dorf Vinxt (Bildmitte) entspringt der Bach. Ich bin von hier noch bis Ramersbach auf der Höhe ostwärts gefahren und dort Richtung Heckenbach abgebogen.

Über noch weniger befahrene Straßen ging es nun ein bißchen auf und ab, auf du & du mit Muh & Kuh. Kurz vor Kempenich war in der Nähe des Fernmeldeturms Heckenbach mit mehr als 600 HM der höchste Punkt des Tages erreicht. Bei Volkesfeld kam ich dann an das Flüßchen Nette, dem ich nur zu folgen brauchte, um in Mayen anzukommen.

Auf dem Weg liegt das imposante Schloss Bürresheim, dessen Ursprünge im 12. Jahrhundert liegen. Das Schloss ist eine „der wenigen Anlagen in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurden und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Umbrüche der Französischen Revolution unversehrt überstehen konnten“ (sagt Wikipedia). Nach 60 KM und knapp 1.000 Höhenmetern war das Tagesziel erreicht und beim Tag der offenen Tür im Megina-Gymnasium zu Mayen gab es zur Stärkung erstmal zwei Smoothies mit blumigen Namen.

Das war die Strecke:

www.naviki.org/de/naviki/route-planen/?tx_naviki_pi_way%5Buid%5D=12946511#p=50.43919469182157,7.09716796875&z=14

Weitere Informationen:

www.osteifel-aktiv.de/40812/40992.html – Das Vinxtbachtal, eine Perle der Osteifel

burgen-der-eifel.de/Schloss-B%C3%BCrresheim

Feierabendtour in den Dünnwalder Wald

Mache ich im Moment eigentlich deshalb so viele Touren, damit ich bloggen kann? Oder doch eher, weil’s einfach Spaß macht? Diese Frage stellt sich mir, vorm Rechner sitzend. Es ist wohl so, dass ich viel unterwegs bin, weil mit der Zeitumstellung in ein paar Tagen erstmal für ein paar Monate Feierabend ist mit Feierabendtouren. Das Bloggen im Nachgang gehört aber derzeit unbedingt dazu! Jetzt bedauere ich, dass ich meine Touren nicht schon früher auf diese Art festgehalten und häufig noch nicht mal immer Fotos gemacht habe. Dass das Wetter gerade besser nicht sein könnte, verstärkt natürlich den Bewegungsdrang. Ich habe jetzt schon keine Lust auf die Dunkelheit, während Kälte mir relativ egal ist.

Von Dunkelheit und Kälte war heute noch nichts zu spüren. Deshalb ging es in den Sattel Richtung nord-ost-rechtsrheinisch. Der Dünnwalder Wald – neben dem Königsforst der größte Wald Kölns – stand mit ein paar netten Besichtigungen auf der Agenda. Erste Station war die Dellbrücker Heide. Dieses Naturschutzgebiet kann sich glücklich schätzen, die Blauflügelige Ödlandschrecke zu beherbergen. Ich habe das seltene Insekt aus der Familie der Feldheuschrecken leider nicht angetroffen. Gefallen hat es mir trotzdem, vor allem der See mit seinen steilen Ufern.

Direkt nebenan liegt mit dem Höhenfelder See ein weiterer Baggersee, ein ziemlich großer sogar. Stimmung, Licht und Farben waren echt klasse!

Nun habe ich mir endlich mal die Finnensiedlung in Höhenhaus angeschaut. Die Anlage entstand ab 1944 für ausgebombte Kölner Familien. Wie es zur Entstehung und zum Namen kam, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren. Angeblich kam das Baumaterial für die 158 Holzhäuser aus Finnland, was in dieser Phase der Krieges eher unwahrscheinlich klingt, würde ich meinen. Jedenfalls tragen die meisten Häuser heute stolz die Denkmal-Plakette, und es ist ein Eckchen mit einem besonderen Flair.

Sehr nett und gut besucht war der Tierpark Dünnwald. Wisente, Damwild, Mufflons und Wildschweine lassen sich in großen Gehegen geduldig beobachten und natürlich füttern. Die Wildschweine kamen direkt angewetzt, sind aber sofort wieder verduftet, als sie merkten, dass ich nichts Essbares dabei hatte. Keine Zeit mit so einem unergiebigen Besucher verschwenden, werden sie sich gedacht haben, clever wie sie sind!

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Hier noch die obligatorische Herbst-Impression aus dem Wald.

Das Naturschutzgebiet Hornpottweg – auch eine ehemalige Kiesgrube – war das letzte Ziel des Ausflugs. Mit seinen steilen Hängen, um die ein Rundweg führt, hat es mich an ein Maar erinnert. Vom Weg hat man immer wieder eine tolle Aussicht. Die vielen seltenen Tiere ließen sich nicht blicken, gesehen habe ich immerhin ein paar Kühe, die mehr oder weniger halbwild unten herumlaufen.

Nach gut 25 KM ohne jegliche konditionelle Ambitionen habe ich auf dem Rückweg über die Mülheimer Brücke ein bißchen Druck auf die Pedale gegeben. Am Ende waren es gut 40 KM. Diese entspannte Tour passte gut zum Feierabend!

Hier gibt es weitere Informationen:

www.dellbruecker-heide.net/

www.wildpark-duennwald.de/

wp.fotoreiseberichte.de/deutschland/koeln/gebiete-und-sehenswuerdigkeiten/nsg-am-hornpottweg/

 

 

 

Feierabendtour um den Altenberger Dom

Das anhaltend schöne Wetter treibt mich hinaus. Wenn jetzt nicht Überstunden abgebaut werden, wann dann? Unter diesem Motto verließ ich gutgelaunt das Büro, um mich Richtung Odenthal aufzumachen, wo ich den Grafen- und Mönchsweg radeln wollte, das ist der Bergische Streifzug Nummer 6.

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Da ich an dieser Stelle nicht nur das Besondere, sondern auch das Alltägliche zeigen möchte, poste ich dieses Foto, geschossen von der Südbrücke. Von Höhe Dom bis hinter die Südbrücke fahre ich täglich am Rhein entlang zur Arbeit.

Auf den 11,4 KM langen Grafen- und Mönchsweg bin ich in Odenthal eingestiegen. Der Weg führt als eine 8 ganz nett durch Wälder und an der Dhünn entlang. Als Wanderer wäre mir der Straßenanteil allerdings etwas zu hoch.

Kurz hinter Odenthal sorgte dieses malerische Ensemble für Begeisterung: Das „Steiner Wind- und Wassermuseum“ des Modellbauers Günter Blömer. Der Kölner Dom in einer Buddelflasche, Schiffe und Mühlen als komplexe Modelle – da hat jemand gaaaaaanz viel Zeit in eine Sache investiert, die manchem etwas wunderlich erscheinen dürfte. Sowas mag ich.

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Meistens sind Wanderwege relativ problemlos mit dem Rad zu bewältigen. An dieser Rampe wäre allerdings auch mit einem MTB auf ca. 150 Metern nix zu machen gewesen, das hieß also schieben und ich war froh, dass es bergauf und nicht bergab ging!

Oben angekommen, war das Werk von Archäologen zu bewundern, die mit schwerem Gerät – aber durchaus akkurat – den Waldboden eingeschnitten haben. An dieser Stelle stand die Burg Berge, der Stammsitz der Grafen zu Berg (das ist der Grafen-Teil des Grafen- und Mönchsweges). Nach ihnen ist das Bergische Land benannt. Da hab ich doch wieder was gelernt! Von der Burg ist kaum noch etwas zu sehen, da die Mönche der Abtei Altenberg die Steine für den Bau ihres Zisterzienser-Klosters nutzten (das ist der Mönchs-Teil des Grafen- und Mönchsweges).

Der nächste Aufreger folgte im Tal: Reichlich angejahrter Meeresboden im Privatbesitz. Was es nicht alles gibt! Ich hätte den längst bei Ebay eingestellt, so ein Ding kann bei einer Auktion schnell durch die Decke gehen!! Aber das muss ja jeder selber wissen.

Höhepunkt der Tour war der Altenberger Dom. Die Sonne stand tief und brachte die Fenster über dem Eingang zum Leuchten. Genau das werden die Erbauer beabsichtigt haben. Klasse! (EDIT: Erst beim Bloggen google ich, dass das mittlere Fenster an der Westfassade das „größte gotische Bleiglasfenster nördlich der Alpen“ ist. Entstanden ist es um das Jahr 1400, und es hat in den letzten 600 Jahren nichts von seinem Zauber verloren.) Der Endspurt führte an der Dhünn entlang, vorbei am Wildpark Altenberg (ich habe leider weder Mufflons noch Schwarzkittel erspähen können) bis Odenthal und nach Bergisch Gladbach, wo ich nach gut 45 KM in unter 3 Stunden die S11 Richtung „Düsseldorf Flughafen Terminal“ bestieg. Eine schöne Tour!

Hier gibt es weitere Infos:

www.bergisches-wanderland.de/de/bergische-streifzuege/alle-streifzuege/6-grafen-und-moenchsweg-odenthal-114-km/index.html

www.altenberger-dom.de

Artikel über den Modellbauer Günter Blömer im Kölner Stadtanzeiger